Smash Little WEF 2018 / Warum wir auf die Strasse gehen!

Seit Jahren schon findet am St.Galler Rosenberg alljährlich das St.Gallen-Symposium statt. Es ist ein Elitetreffen von sehr mächtigen Menschen mit einer kleinen Auswahl solcher Menschen, die noch nicht so mächtig sind, es aber unbedingt noch werden wollen.
Sie diskutieren darüber, wie die „Welt“ – ihre Welt – den Herausforderungen der Zukunft begegnen kann. Diesmal geht es um die zunehmende Automatisierung der Arbeit. Das heisst viele Arbeitsplätze werden wegfallen. Und dies heisst, dass noch mehr Menschen als jetzt arbeitslos sein werden. Und da die Welt schon seit geraumer Zeit in Besitze aufgeteilt ist und die allerallermeisten Menschen daran keinen Anteil haben, bedeutet die Arbeitslosigkeit für diese nicht-mächtigen Menschen Armut und Hunger, mindestens aber sehr prekäre Lebensumstände.
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Vor diesem Hintergrund werden sie dort oben auch über Grundeinkommen sprechen. Einerseits wissen sie sehr genau, dass ihr Gott des ewigen Wachstums in die Knie gezwungen würde, wenn die Menschen keine Arbeit und deswegen kein Geld haben, um irgendetwas zu kaufen.
Andererseits kann ein Grundeinkommen eine Möglichkeit sein die kommende Masse von Unterprivilegierten, Ausgebeuteten, jenen, die ihre Arbeitskraft zu vekaufen versuchen müssen, um überleben zu könnnen, bei der Stange zu halten. Es ist das Zuckerbrot.

Die Peitsche wird auch schon länger vorbereitet. Die Natostaaten üben Aufstandsbekämpfung schon lange. Eigentlich ist die Aufstandsbekämpfung seit jeher wichtiger Bestandteil jeden Staates. Nur in Situationen, wo die Menschen nicht unterdrückt werden, braucht es keine bewaffneten Organisationen, die bereit wären im Falle eines Falles meuternde, streikende oder aufständische Bevölkerungsteile zu erschiessen.
Auch die Schweizerische Armee bereitet sich darauf vor. Darum vergrössert sie die Anzahl Militärpolizisten und lässt diese üben, wie Demonstrationen aufgelöst werden können.
Leider macht ein kurzer Blick in die Geschichte der Menschheit überdeutlich, dass die mächtigen Menschen ihre Macht und ihre Privilegien nicht gerne mit der Masse der weniger Privilegierten teilen. Zumindest ganz sicher nicht, falls sie ihre Macht und Privilegien dann wirklich verschwinden würden.

Dieses Jahr feiern und gedenken wir aber verschiedener Anlässe in der Geschichte der Menschheit, wo sich die Menschen versucht haben ganz anders zu organisieren. Jenseits von Krieg, Ungleichheit, Unterdrückung und Ausbeutung. Jenseits von Kapitalismus.
Wir gedenken dem Landesstreik, der in der Schweiz vor hundert Jahren schon die Armee auf den Plan rief, weil sich die unterprivilegierten Menschen nicht mit der Politik der Privilegierten abfinden wollten. Sie sahen im Aufstand in der damals noch sehr jungen Sowjetunion vielleicht einen Lichtblick und wollten die Verhältnisse umkrempeln.

Wir gedenken der 68er-Bewegung, die viel mehr war als „Sex, Drugs & Rock n‘Roll“. Auch da gingen die Menschen auf die Strasse. Mindestens für mehr Mitsprache in der Politik, gegen die Ungleichheit der Menschen und gegen den Krieg. Dass 68 für viele Menschen bloss als eine „kulturelle“ Freiheitsbewegung angesehen wird, ist Teil der Aufstandsbekämpfung. Wir sollen gar nicht erst daran denken können, dass es auch ganz anders zu und her gehen könnte auf der Welt. Aber das ist nochmals eine andere Geschichte…

Denn wir feiern auch die Menschen im Norden Syriens, die sich das Recht auf Selbstorganisation und gegenseitige Hilfe in einem Moment genommen haben, da es aufgrund eines Machtvakuums und wegen ihres bereits lange andauernden Kampfes möglich war.
Und wir gedenken dieser Menschen, weil im Moment ein Natostaat dabei ist, ihnen den Garaus zu machen. Die Türkei greift mit Hilfe von islamistischen Milizen und Waffen aus den wunderbaren Demokratien und Verteidigern der Freiheit im Westen – auch der Schweiz – diesen grossen Funken Hoffnung an, damit sich die Glut der Veränderung nicht ausbreiten kann.
Doch genau um diese aufständischen Funken geht es uns. Und zwar nicht als etwas, dass in der fernen Vergangenheit einst glomm und auch nicht als etwas, dass weit weit weg von uns stattfindet. Sondern als etwas, dass uns inspirieren kann wieder von einer Welt zu träumen, in der wir nicht zynisch die Armen und Ausgebeuteten aus dem Karriereweg schubsen, den wir beschreiten in der Hoffnung selbst nie in solch eine Situation zu kommen.

Lasst uns wieder träumen von Freiheit, Gleichheit, Gemeinschaft, Solidarität und gegenseitiger Hilfe. Lasst uns wieder träumen von ganz anderen Gesellschaftsformen und lasst uns damit beginnen diese zu leben zu versuchen. Hier und Jetzt.
Ob wir diese nun Sozialismus, Kommunismus oder Anarchie nennen, lasst uns darüber diskutieren, was wir uns darunter vorstellen und hauchen wir diesen Ideen endlich wieder leben ein.

Treffen wir uns am 28. April 2018 um 14 Uhr im Kantipärkli in St.Gallen. Wir werden gemeinsam auf die Strasse gehen gegen das neoliberale St.Gallen-Symposium und für eine ganz andere Welt!
Und die Demo soll nur ein Anfang sein!
Was heisst denn mächtig? Inwiefern sind diese Menschen mächtig?
Sie bestimmen über Grosskonzerne, sprechen für Verteidigungsbündnisse oder sind StaatenlenkerInnen. Es sind Menschen am ganz ganz oberen Ende der Nahrungskette. Das heisst nicht, dass sie nicht nett sein könn(t)en. Aber sie befinden sich in fast schon pervers-privilegierten Positionen. Kriege, Hunger und Elend treffen solche Menschen kaum je. Sie verfügen über genügend Geld und macht, um jenen Krisen zu entkommen.
Damit sind sie in einer winzig kleinen Minderheit.

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Gegenveranstaltungen:

26. April 2018 ab 19:00 Uhr — Saiten- Schalterstunde im Konsulat mit Rolf Bossart

28. April 2018 ab 14:00 Uhr — DEMO „SMASH LITTLE WEF“

Sei dabei und setze dich für eine schöne neue Welt ein!
li(e)bertäre und revolutionäre Grüsse


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