Communiqué zur Demo

Communiqué zur Demo „Smash little WEF“ vom 2. Mai 2015

Rund 250 Menschen haben am vergangenen in St.Gallen ein lautstarkes Zeichen gegen das „St.Gallen Symposium“ an der HSG gesetzt und sind dem Aufruf des Bündnisses gefolgt. Mehrere Leute schlossen sich spontan der Demo an und solidarisierten sich mit unseren Anliegen. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass es eine wachsende Bewegung in St.Gallen gibt, die keinen Bock auf Elitenetzwerke mit ihren „leadern“ hat.

Es sind Aktionen wie die Demo und Informationskampagne, welche den neoliberalen Normalzustand durchbrechen und Räume für Alternativen öffnen. Erfreulicherweise kamen Menschen aus der ganzen Schweiz, um sich am Widerstand zu beteiligen. Dies bestärkt uns weiter darin, die Demo zum Fixpunkt in der Agenda des antikapitalistischen Widerstandes zu machen und die Vernetzung der verschiedenen Gruppen voranzutreiben.

Doch zum weniger Erfreulichen: Die Demo wurde – neben den üblichen Bereitschaftspolizisten – von rund einem Dutzend Zivilpolizisten begleitet, welche die Demoteilnehmer*innen fotografierten und filmten. Hinzu kommen weitere zahlreiche in Reichweite positionierte Robocops. Diese staatliche Reaktion ist bedenklich in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine bewilligte Demonstration handelte von der keinerlei Eskalation ausging. Wir betrachten diese polizeiliche Repression als willkürliche Provokation! Es wäre jedoch gelogen, wenn wir sagen würden, dass wir davon überrascht sind. Die herrschende Klasse wird immer alles unternehmen, um systemischen Widerstand und Kritik, die über das blosse Abstimmen an der Urne hinaus gehen, im Keim zu ersticken. Wir fühlen uns dadurch in unserem Widerstand bestärkt, er scheint einen Nerv des kapitalistischen Organismus getroffen zu haben.

Die Kampagne geht nun weiter. Nächste Woche findet am Dienstag um 20.15 die erste Informationsveranstaltung im Palace statt. Einen Input bieten Bernhard Walpen und Beat Ringger mit einem Referat über die Geschichte und Kritik des Neoliberalismus. Wir verzichten auf private Sicherheitsbeamte, schriftliche Bewerbungsverfahren und Dresscodes.
Am 12. Mai findet wiederum im Palace ein Vortrag über die Vorherrschaft und Dominanz der Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten statt.

Zudem sind wir bereits daran, die Kampagne für das nächste Jahr zu planen. Für ein Ende der neoliberalen Tristesse, SMASH LITTLE WEF!