(Gegen-)Veranstaltungen rund ums Symposium

Wie jedes Jahr begleiten wir das unsägliche Symposium mit allerlei kritischen Veranstaltungen. Schaut vorbei!

Donnerstag, 6. April, Autonomer Infoladen Cabi, 19:30 Uhr – Rechtspopulismus und Steueroasen
Der tschechische rechtskonservative Vít Jedlička kommt als Präsident des Scheinstaates „Freie Republik Liberland als Speaker ans St. Gallen Symposium. Seine Partei „Partei der freien Bürger“ bekennt sich zum klassischen Liberalismus und Konservatismus und sitzt mit AfD, UKIP und Schwedendemokraten in der Europaparlamentsfraktion. Während sie sich „im Inneren“ für die Freiheit der Märkte und BürgerInnen einsetzen, möchten sie am liebsten auf Flüchtlinge schiessen.

Donnerstag, 13. April, Autonomer Infoladen Cabi, 20:00 Uhr – Ni loi, ni travail
Wir zeigen den Film „Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte“, der sich mit den Protesten gegen das „Loi Travail“ im letzten Jahr und dem anhaltenden Rechtsruck in Frankreich beschäftigt. Der Film wirft einen Blick auf radikalen antikapitalistischen und antifaschistischen Widerstand.

Freitag 21. April, Grabenhalle, 20:30 Uhr – Disruption, das Fest.
In einem ersten Teil schauen wir zusammen den Film „Agor’a: von der Demokratie zum Markt“, der die neoliberalen Antworten auf die Krise in Griechenland beleuchtet und deren dramatischen Folgen für die griechische Bevölkerung zeigt. Ab 22:30 Uhr: Tanzbare Musik von den Plattentellern (oder so) vom DJ aus Berlin, der DJ-Combo „Eat the rich“ und DJ Dosenbier bis in die frühen Morgenstunden. Danach: Frühstück bei Tiffany.

Dienstag 25. April, Palace, 20:15 uhr – Erfreuliche Universität mit Mulitwatch: Die Macht von Syngenta
Syngenta ist einer der sechs Konzerne, welche die kapitalistische Landwirtschaft beherrschen. Es ist eine Landwirtschaft, die zulässt, dass fast eine Milliarde Menschen hungert, während auf den Äckern wächst, was Geld bringt. Diese Konzerne machen Geld mit Patenten auf Leben und Agrargiften, die Mensch und Umwelt gefährden. Syngentas CEO J. Erik Frywald verbreitet am HSG Symposium diese Propaganda weiter – wehren wir uns gemeinsam gegen solche Konzerne und gegen ein System, das diese Konzerne zulässt und fördert.

Freitag 28. April, Palace, 20:00 Uhr – Erfreuliche Universität in Kooperation mit der SP Stadt St.Gallen:
Ulrich Thielemann im Gespräch

Ulrich Thielemann, Leiter der „Denkfabrik für Wirtschaftsethik (Me’M)“ und ehemaliger Vizedirektor des Instituts für Wirtschaftsethik an der HSG diskutiert mit Rolf Bossart über das Symposium, neoliberale Wissensproduktion und die Grenzen und Möglichkeiten einer menschlichen Marktwirtschaft.

Samstag 29. April, St.Leonhards-Park, 13:45 Uhr – Demonstration „Smash little WEF“.
Kein Symposium ohne unseren Widerstand. Der Kapitalismus ist auf Vernetzungsanlässe und Plattformen wie das Symposium, aber auch auf neoliberale Wissensproduktion angewiesen, wie sie die HSG seit jeher bereitwillig liefert. Der angeblichen Alternativlosigkeit und der kapitalistischen Tristesse setzen wir lautstarken Protest und die Vorstellung einer Welt fernab von Pro tinteressen und Verwertungslogik entgegen. Smash little WEF!

Dienstag, 2. Mai, Palace, 20:15 Uhr – Erfreuliche Universität – Freihandel: Welche Antwort der Linken?
Freihandelsverträge sind eine wichtige Waffe beim Angriff auf die Errungenschaften der Arbeiterbewegung. Diese neoliberale Strategie der Handelsausweitung, Liberalisierung der Arbeitsmärkte, der Privatisierung des öffentlichen Dienstleistungen, des offensiven Sozialabbaus stösst an ihre Grenzen. Der Aufstieg der Neuen Rechten ist ein untrügliches Signal. Die Frage ist nur: Was hat die Linke für Antworten?

Smash little WEF 2016!

Zum 46. Mal treffen sich vom 11. bis zum 13. Mai die selbsternannten „leaders of tomorrow“ mit den „leaders of today“ in St.Gallen am HSG-Symposium. Mit dabei sind dieses Jahr unter anderen Frontex-Chef Fabrice Leggeri, Nestlé-Boss Peter Brabeck, der Direktor des schweizerischen Nachrichtendiensts Markus Seiler und der CEO der Credit Suisse, Tidjane Thiam. Dagegen gibt es eine Kampagne als Gegenveranstaltung zum HSG-Symposium und eine Demo am 13. Mai um 19:00Uhr in St.Gallen!

Nach dem erfolgreichen MOBI-Tag vom 5.5. im Rümpeltum – bei dem sowohl der Vortrag und Workshop, sowie die Konzerte am Abend sehr gut besucht war – steht am kommenden Freitag 13. Mai die Demo dazu an. Wir tragen unseren Protest auf die Strasse!

Unten gegen Oben oder „You only live once“

Wenn dieser „yolo“-Satz wirklich stimmt und wir also wirklich nur einmal leben, dann sollten wir uns schleunigst fragen, was das denn für eine Welt ist, auf der wir leben. Und uns fragen, wer und was denn bestimmt, wie diese Welt funktioniert, oder eben nicht funktioniert und vor die Hunde geht. Aber zuerst ein kurzer Blick in die Vergangenheit:

Gewisse Damen und Herren hätten im Mai 1898 in St.Gallen keinen besseren und ehrlicheren Ort auswählen können, an dem sie ihre Universität hinpflanzten: den Rosenberg (aka „Bonzenalp“). Und seit da trohnt sie hoch über unser aller Stadt, mitten im Einfamilienquartier und blickt auf uns herab: die einstige Handelsakademie und heute stolze Kaderschmiede für den Hedgefondsmanager, die Spekulantin und den Bänker von morgen. Die wundersame HSG.

Ein paar fleissige Bienlein aus eben diesem Haus organisieren seit 1968 jedes Jahr das sogenannte „St.Gallen Symposium“. Ein Stelldichein der Mächtigen und Reichen aus Wirtschaft und Politik, die gemeinsam die „relevanten Fragen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft“ diskutieren wollen.

Die Uni vom Berg steht für uns symbolisch für die politischen Widersprüche und Konflikte zwischen Oben (jenen die herrschen, die Stutz haben) und Unten (jenen, die den ganzen Tag ackern und die Traurigkeit und die Konkurrenzkacke des Kapitalismus am Leibe zu spüren bekommen). Stress und Konkurrenzdruck am und neben dem Arbeitsplatz, wenig Zeit für Freund*innen, für die schönen Dinge im Leben, Krieg, Armut, Elend sind Ausdruck einer Gesellschaftsordnung, die alles der Verwertbarkeit unterordnet, die aus allem Geld und noch mehr Geld machen will. Aber auch einer Logik, die Waffenproduktion und –exporte mit dem Argument auf Arbeitsplätze rechtfertigt

Zu Gast dieses Jahr sind unter anderem: Peter Brabeck vom Nahrungsmulti Néstle („Wasser ist kein Menschenrecht“) und Fabrice Leggeri von Frontex, einer der zentralsten Grenzschutzorganisationen, welche am Aufbau der „Festung Europa“ und am Massenmord im Mittelmeer wesentlich beteiligt ist (und nota bene auch noch einen haufen Stutz damit verdient).

Für die häppchen- und apéromampfenden Eliten von heute und morgen ist dieses Wirtschafts- und Politikverständnis alternativlos und in Stein gemeisselt ist. Wir glauben da nicht dran.

Also, yolo, gehen wirs an, ab auf die Strasse gegen dieses organisierte Scheisse von oben aufm Hügel.

Jahr für Jahr: Smash little WEF!

Communiqué zur Demo

Communiqué zur Demo „Smash little WEF“ vom 2. Mai 2015

Rund 250 Menschen haben am vergangenen in St.Gallen ein lautstarkes Zeichen gegen das „St.Gallen Symposium“ an der HSG gesetzt und sind dem Aufruf des Bündnisses gefolgt. Mehrere Leute schlossen sich spontan der Demo an und solidarisierten sich mit unseren Anliegen. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass es eine wachsende Bewegung in St.Gallen gibt, die keinen Bock auf Elitenetzwerke mit ihren „leadern“ hat.

Es sind Aktionen wie die Demo und Informationskampagne, welche den neoliberalen Normalzustand durchbrechen und Räume für Alternativen öffnen. Erfreulicherweise kamen Menschen aus der ganzen Schweiz, um sich am Widerstand zu beteiligen. Dies bestärkt uns weiter darin, die Demo zum Fixpunkt in der Agenda des antikapitalistischen Widerstandes zu machen und die Vernetzung der verschiedenen Gruppen voranzutreiben.

Doch zum weniger Erfreulichen: Die Demo wurde – neben den üblichen Bereitschaftspolizisten – von rund einem Dutzend Zivilpolizisten begleitet, welche die Demoteilnehmer*innen fotografierten und filmten. Hinzu kommen weitere zahlreiche in Reichweite positionierte Robocops. Diese staatliche Reaktion ist bedenklich in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine bewilligte Demonstration handelte von der keinerlei Eskalation ausging. Wir betrachten diese polizeiliche Repression als willkürliche Provokation! Es wäre jedoch gelogen, wenn wir sagen würden, dass wir davon überrascht sind. Die herrschende Klasse wird immer alles unternehmen, um systemischen Widerstand und Kritik, die über das blosse Abstimmen an der Urne hinaus gehen, im Keim zu ersticken. Wir fühlen uns dadurch in unserem Widerstand bestärkt, er scheint einen Nerv des kapitalistischen Organismus getroffen zu haben.

Die Kampagne geht nun weiter. Nächste Woche findet am Dienstag um 20.15 die erste Informationsveranstaltung im Palace statt. Einen Input bieten Bernhard Walpen und Beat Ringger mit einem Referat über die Geschichte und Kritik des Neoliberalismus. Wir verzichten auf private Sicherheitsbeamte, schriftliche Bewerbungsverfahren und Dresscodes.
Am 12. Mai findet wiederum im Palace ein Vortrag über die Vorherrschaft und Dominanz der Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten statt.

Zudem sind wir bereits daran, die Kampagne für das nächste Jahr zu planen. Für ein Ende der neoliberalen Tristesse, SMASH LITTLE WEF!

Kämpferische Demo!

Wow!! Was für eine grandiose Demo, vielen Dank auch an all die Leute, die aus der ganzen Schweiz angereist sind!
So war das als am 2. Mai 250 Menschen ein wuchtiges Zeichen gegen das HSG-Symposium und die neoliberale Tristesse gesetzt haben!

Wir werden schnellstmöglich noch ein etwas ausführlicheres Communiqué veröffentlichen

Weiter, immer weiter..

Grundsatzpapier

Smash little WEF – oder wider die Alternativlosigkeit!

Dieses Grundsatzpapier reflektiert die Gedanken und Positionen des Aktionsbündnisses „Smash little WEF“, das sich 2014 im Zuge des ersten organisierten Protestes seit langem gebildet hat. Eine Kritik des Symposiums darf sich nicht auf einzelne Teilnehmende oder Unternehmen konzentrieren, sondern beginnt und endet mit einer systembezogenen Kritik an der Welt, in der wir leben.

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Kapitalismus ist Herrschaft
Es ist noch gar nicht lange her, da waren die Krise und deren grausame Folgen für die Betroffenen noch in aller Munde. Mittlerweile wurden uns allerlei Reformvorschläge und Auswege präsentiert. Der herrschende neoliberale Kapitalismus legitimiert die bestehenden ökonomischen Machtverhältnisse und deren Mechanismen jedoch weiterhin mit einer propagierten Unveränderbarkeit des Marktes. „There is no alternative!“; Einer ganzen Generation wurde dieser Leitspruch erfolgreich eingeprügelt. Denn der Neoliberalismus duldet keine Kritik, keine gesellschaftlichen Prozesse der Veränderungen; soziale Bewegungen werden mithilfe des Staatsapparates in vielen Fällen im Keim erstickt.
Die Reformen der letzten Jahre haben nicht eine Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen bewirkt, sondern vielmehr zu einer Verschärfung dieser Verhältnisse. Und die Reformen haben System. Der Neoliberalismus scheint aus der Krise gestärkt hervorzugehen: So ist die Privatisierung von öffentlichen Gütern wie Bildung oder dem Gesundheitswesen, also die Umwandlung von gemeinschaftlichen Werten in Privateigentum, ganz in seinem Sinne. Aber auch die fortwährende Deregulierung der Finanzmärkte, die Prekarisierung der Arbeitsbedingungen, die Zunahme der Privatverschuldung, die Rentenkürzungen, die Tausenden von Zwangsräumungen, der Ausschluss vieler Menschen aus der medizinischen Grundversorgung, die Aufwertung von Städten und die damit verbundene Vertreibung von armen Menschen, das alles zeugt von der „Qualität“ der Reformen, mit denen wir uns konfrontiert sehen. Angepriesen wird das dann als „soziale“ Marktwirtschaft, wobei der Abbau und die Stigmatisierung von mühselig erkämpften sozialen Sicherungsmassnahmen offensichtlich ist.

Wie brutal und hochmütig die Ideologen der Alternativlosigkeit dieses Systems vorgehen, bekommen momentan Griechenland und Spanien in aller Härte zu spüren. Institutionen ohne demokratische Legitimität wie die EZB oder der IWF geben im Namen der Wettbewerbsfähigkeit und des Konkurrenzdenkens den Takt an und verordnen Austerität und „Umstrukturierungen“.

Jedem System seine Institutionen
Zu den Institutionen, welche diese Alternativlosigkeit predigen und sie wissenschaftlich aufbereiten gehört seit jeher die Hochschule St.Gallen (HSG). Vor unseren Augen, auf den Hügeln dieser Stadt stellt sie eine Infrastruktur zur Verfügung, innerhalb derer die Ideologie von Ausbeutung, Sozialabbau und Umweltzerstörung verbreitet werden. Die Hochschule positioniert sich als Schirmherrin und Garantin für die optimalen Rahmenbedingungen für das Treffen der neoliberalen Eliten.

Das Symposium offenbart die problematischen Verflechtungen von neoliberalen Regimen mit akademischen und publizistischen Institutionen. Das Symposium vermittelt den Studierenden, den „leaders of tomorrow“ der Hochschule wie Wirtschaft und Politik funktioniert und wie das Ganze noch als Demokratie verkauft werden kann: Das St.Gallen Symposium zeigt im Kleinen auf, wie abseits der Zivilgesellschaft und betroffener Personen über Macht und Politik verhandelt wird: zwischen multinationalen Unternehmen, Finanzinstituten, transnationalen Elitenetzwerken und Think Tanks und einzelnen einflussreichen Erfüllungsgehilfen in den Regierungen. Kritik oder Transparenz ist bei dieser Art der Wissensproduktion nicht erwünscht.

Die Medien, allen voran das St.Galler-Tagblatt, das fast nur lobende Worte für die „einzigartige Initiative“ am Rosenberg findet, hofieren das Symposium und zeigt sich seit jeher unkritisch gegenüber der HSG. Das Tagblatt steht damit sinnbildlich für eine erstaunlich geräusch- und kritiklose St.Galler Öffentlichkeit gegenüber dem Symposium. Doch nun brechen neue Zeiten an. Jetzt und hier formiert sich Widerstand.

An die Leine – Subito!
Vor rund drei Jahren hat der Kanton St.Gallen beschlossen, der Uni St.Gallen weniger Staatsgelder dafür mehr unternehmerische Freiheiten zu gewähren. Gerade ist die HSG daran, ihren Campus zu vergrössern und hat zahlreiche Immobilien in der Innenstadt gekauft. Wir wehren uns gegen eine Universität, die soziale Konflikte im Sinne des herrschenden Neoliberalismus beantwortet und dadurch zu einer Verschärfung der kapitalistischen Krise beiträgt. Die HSG mitsamt ihren illustren Veranstaltungen gehören an die Leine – Subito!

Eine Hand wäscht die andere
Wenig überraschend zieht das Symposium allerlei Repräsentanten der Alternativlosigkeit und fragwürdige Konzerne an. Im letzten Jahr war Ivan Glasenberg, CEO des Rohstoffgiganten Glencore Xstrata, zu Gast. In diesem Jahr werden unter anderem Peter Brabeck (Nestlé) und Anders Fogh Rasmussen (NATO) erwartet. Mit Brabeck und Nestlé wird ein Unternehmen mit einer höchst zweifelhaften Vergangenheit in St.Gallen sein. Ob die Unterstützung des faschistischen Franco-Regimes 1936 im Spanischen Bürgerkrieg, die Machenschaften während des Zweiten Weltkrieges oder aktueller die Skandale um erschossene Gewerkschafter in Kolumbien oder auch der Einfluss von Nestlé an der ETH Lausanne; Nestlé geht über Leichen, der Mensch und die Natur werden zum Hindernis: Was zählt ist der Profit und die Marktmacht.
Mit Rasmussen als Vertreter der Nato ist nicht nur ein Hauptakteur der Aufrüstung und Militarisierung der europäischen Aussengrenzen am Symposium, sondern auch eine Institution, die ständig auf der Suche nach neuen geopolitischen Betätigungs- und Legitimationsfeldern ist. Im Kapitalismus, der auf Konkurrenz zwischen Nationen und Unternehmen basiert und der stetig wachsen muss, kommt es zwangsläufig zu Konflikten. Die Nato ist am Machtspiel der westlichen Staaten um ökonomische und politische Interessen beteiligt. Beispiele dafür finden sich in den zahlreichen Angriffskriegen der jüngsten Zeit – in Jugoslawien, Afghanistan oder Libyen – aber auch in der inneren Militarisierung und Sicherheitsdebatte um Terror, soziale Aufstände oder Migration.

There is an alternative! Wider das Symposium!
Dem Symposium setzen wir deshalb Räume entgegen, wo konkret über Alternativen nachgedacht wird. Denn dass es auch anders geht, das wird in diesen Tagen sichtbar. Ob in Griechenland, wo die Bevölkerung nicht länger hinnimmt, in Armut und Ausbeutung getrieben zu werden, in Spanien, wo Hunderttausende auf der Strasse eine Bewegung von unten bilden oder in Frankfurt, wo sich ein länderübergreifender Widerstand gegen die Europäische Zentralbank formiert. Für die Menschen in der Schweiz wie überall gilt, diese Bewegungen mitzutragen und zu unterstützen. Denn wo können wir unser Solidarität besser bekunden als im Land der Fiskalflüchtlinge, dem Hort des Wohlstandes, wo sich Kapitalisten sicher fühlen und in Limousinen an eine Hochschule gefahren werden, wo sie sich und ihre verfehlte Wachstumspolitik preisen, als wäre die Krise nie ausgebrochen. Und auch hier greifen massive Abbauprogramme und Leistungskürzungen um sich.

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Lasst uns zusammen diese Möglichkeit wahrnehmen und Widerstand leisten. Und sei es nur mit allen Mitteln zu zeigen, dass Brabeck, Rasmussen und Co. hier nicht willkommen sind.

Es zieht sich eine rote Linie von der barbarischen Alternativlosigkeit eines Systems hin zu davon begünstigten multinationalen Konzernen, neoliberalen Regimen und militärischen Organisationen, welche das Geschäft sicherstellen und soziale Aufstände niederschlagen sollen. Es sind Plattformen wie das Symposium, auf welche die neoliberalen Eliten angewiesen sind. Machen wir es zum Desaster.

Von Frankfurt bis nach Thessaloniki, von Madrid bis nach St.Gallen: gegen die vermeintliche Alternativlosigkeit der neoliberalen Tristesse! Für eine andere, solidarische Welt, die nur auf den Trümmern der alten Ordnung errichtet werden kann; SMASH little WEF!